Projekte

Als Forschungsinstitut hat das ZPW zum Ziel, die portugiesische Sprache und die Kulturen der lusophonen Länder durch den akademischen Austausch auszuweiten und zu stärken, auch durch die Entwicklung und Durchführung interdisziplinärer Projekte. Neben Symposien, Konferenzen, Ausstellungen und anderen Aktivitäten, richtet das ZPW auch langfristige Projekte aus, wie die Kulturagenda LusoKult  und das Kinoprojekt Cinema Luso

Einige Projekte, die innerhalb des ZPW gegründet wurden, haben sich so entwickelt, dass sie nun unabhängig vom Institut sind. Die studentische Wirtschaftsberatung connosco, die 2001 von Studierenden der Regionalwissenschaften Lateinamerika als gegründet wurde, ist dafür ein Beispiel. Seit November 2003 ist connosco ein eigenständiger Verein, der Studierenden die Gelegenheit gibt, praktische Erfahrungen zu sammeln und Kontakte für ihre berufliche Zukunft zu sammeln. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite: http://connosco.de/ 

 

LusoKult

Die Kulturagenda LusoKult informiert monatlich über Fernsehprogramme, Konzerte, Feste, Ausstellungen sowie andere kulturelle Veranstaltungen zur portugiesischsprachigen Welt im Raum Nordrhein-Westfalen. Neben der Onlineversion besteht die Möglichkeit, LusoKult als Newsletter zu abonnieren; Veranstalter sind eingeladen, ihre Veranstaltungen in LusoKult anzuzeigen.

 

Cinema Luso

Das Projekt Cinema Luso – Portugiesische Filmemacher der Gegenwart  wurde 2006 ins Leben gerufen. Es wird von der SK Stiftung Kultur finanziell gefördert und vom portugiesischen Kulturinstitut Instituto Camões, das an der Universität zu Köln ein Lektorat unterhält, unterstützt. In fünf Filmschauen wurden die Regisseure Teresa Villaverde (Juni 2006), João Canijo (Januar 2007), João Botelho (Juni 2007), Fernando Lopes (Januar 2008) und João César Monteiro (Oktober 2008) vorgestellt. Obwohl im Ursprungsland nur begrenzt wahrgenommen und kommerziell eher unauffällig, hat sich der als Cinema Novo bezeichnete  neue portugiesische Film seit den 1960ern im internationalen Umfeld von Kinokennern, Filmkritikern und den bedeutenden Festivals einen besonderen Platz erspielt. Seine Bildwelten wirken mit hoher ästhetische Dichte, sind stets kompromisslos und betonen die Unangepasstheit gegenüber der dominant-kommerziellen Filmtradition. Andererseits steht das Filmwerk im ständigen und überaus produktiven Dialog mit der dramatischen Zeitgeschichte seines Landes – zwischen Kolonialkrieg, Ende der Diktatur und Demokratisierung. Seit dem ersten Festival im Kölner Filmhaus und ab dem zweiten Festival im Cinenova wurden die Filmemacher Teresa Villaverde, João Canijo, João Botelho und Fernando Lopes anhand kleiner Werkschauen vorgestellt. Botelho und Lopes waren der Einladung der Organisatoren gefolgt und nahmen als Ehrengäste teil. Die Gelegenheit, die Filmautoren zu ihrem Schaffen zu befragen und sich über die mitunter schwierigen Produktionsbedingungen des portugiesischen Films auszutauschen, wurden seitens des Publikums breit genutzt. Ebenso konnte die Initiative renommierte Filmexperten gewinnen. Der Portugiese Paulo Filipe Monteiro (Lissabon) sowie Oliver Vogt (Köln), Josef Nagel (ZDF Filmredaktion) und Ronald Balczuweit (Berlin) präsentierten und kommentierten die Bedeutung der gezeigten Filme. Darüber hinaus bot ein auf jedes Festival abgestimmtes Rahmenprogramm einen tieferen Einblick in die Gegenwartskultur Portugals. So stimmte eine inszenierte Lesung auf João Botelhos Film Conversa Acabada (1982) über den Briefwechsel zwischen Fernando Pessoa und Mário Sá-Carneiro ein. Weiterhin waren Gäste aus der lokalen Presse und aus diplomatischen Vertretungen und dem portugiesisch-deutschen Schulwesen anwesend.